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KNX bei den Berliner Energietagen
2.6.2010

Das Thema Energieeffizienz wird bundesweit immer aktueller. Dies spiegelt auch das wachsende Interesse an den mittlerweile 11. Berliner Energietagen. Vom 10. bis 12. Mai lockte das Forum mit 47 verschiedenen Veranstaltungen rund um die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz etwa 6 000 Fachbesucher aus der gesamten Bundesrepublik und dem angrenzenden Ausland nach Berlin – mehr als je zuvor.
Im Rahmen der Fachtagung „Smart Building" präsentierte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) bei den Berliner Energietagen das Potential der Gebäudeautomation auf Basis des KNX-Standards. Klaus Jung, Geschäftsführer Fachverband Installationsgeräte und -systeme im ZVEI, hielt den Impulsvortrag der Tagung. „Alle gewinnen durch den Einsatz energieintelligenter Technologien", so Jung: Anwender durch die Einsparung von Stromkosten, die Politik durch einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz und die Elektroindustrie durch die Förderung von Innovation und Spitzentechnologien.
Die Forderung nach intelligenten Stromnetzen „Smart Grids" bedinge auch intelligente Gebäude. „Das Smart Building verbindet alle Haus- und Kommunikationsgeräte, die Sensorik und die Komponenten der Gewerke im Haus intern und extern mit dem Energie- und Kommunikationsnetz", erklärte Jung. Im Smart Building werden Energievisualisierung, Tarifmanagement, Zugang zu altersgerechten Dienstleistungen und Energiebezug oder -lieferung des Gebäudes über die Gebäudeautomation mit KNX gesteuert. Die Verbindung der intelligenten Stromzähler „Smart Meter" und der Gebäudeautomation sorgt dabei für mehr Transparenz der Energieflüsse. So kann der Nutzer sehen, wo er besonders viel Energie verbraucht und sein Nutzungsverhalten entsprechend verändern. Denn der Grund, warum man die Sparpotentiale eines Hauses nach wie vor nicht voll nutze, liege oftmals an dem wenig energiebewussten Verhalten der Menschen, so Jung. Eine Visualisierung kombiniert mit der Gebäudeautomation kann hier Abhilfe schaffen.