15.04.2021: Auto abwracken, E-Bike geschenkt bekommen: Frankreich bereitet den Weg

Einstimmig beschlossen: Franzosen und Französinnen können künftig ihr altes Auto gegen ein nagelneues E-Bike tauschen. Eine neue Abwrack-Prämie macht es möglich.

Eine eher ungewöhliche Abwrackprämie wurde von Frankreichs Regierung nun beschlossen: Statt eines Umtausches von alten, umweltschädlichen Fahrzeugen für neue, schadstoffärmere, werden die alten Fahrzeuge nun gegen ein modernes E-Bike getauscht. Eine Prämie von bis zu 2.500 Euro ist dabei möglich.

Verkehrsministerin Barbara Pompili sprach von einer "kulturellen Wende" und fügt hinzu:
"Jahrzehntelang haben wir Einkaufszentren mitten auf die grüne Wiese gesetzt. Man hat Flugverbindungen geschaffen, um zwei Eisenbahnstunden von Paris entfernt Meetings abzuhalten. Man hat es erlaubt, dass Autos in den Innenstädten unsere Lungen verschmutzen (...). All das ist absurd, das muss beendet werden."

Um eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen von 40 % bis 2030 (ggü. 1990) zu erreichen, soll die neue Abwrackprämie Aufwind geben. Der von der französischen Nationalversammlung einstimmig beschlossene Gesetzesentwurf zielt zudem darauf ab, auch Lastenräder, Tandems oder E-Klappräder zu fördern. Olivier Schneider von der französischen Radfahrer-Vereinigung "FUB" zeigte sich begeistert und meinte: "Das ist ein historischer Schritt. Zum ersten Mal wird jetzt anerkannt, dass es keine Lösung ist, die Autos grüner zu machen, sondern einfach ihre Anzahl zu verringern."

Quelle: https://vision-mobility.de/news/e-bike-statt-auto-frankreichs-revolutionaere-abwrackpraemie-84034.html 

13.04.2021: Neue "Euro 7"-Norm: Endspiel oder Lebensversicherung für den Verbrenner?

Mehr als 12 Jahre nach Festlegung der heute gültigen "Euro 6" Abgas-Grenzwerte für Pkw bereitet die EU aktuell ein neues Regelwerk für Luftschadstoffe vor. Bis Ende dieses Jahres will die EU-Kommission einen Vorschlag für die "Euro 7"-Norm vorlegen, der dann von EU-Parlament und den Mitgliedstaaten verhandelt werden muss. Doch noch bevor überhaupt ein solcher Vorschlag vorliegt, schlagen die Wellen bereits hoch. Das faktische Ende des Verbrennermotors befürchten Teile der Autoindustrie. Eine überfällige Überarbeitung der veralteten Grenzwerte wiederum sehen Gesundheits- und Umweltverbände in der Gesetzesinitiative. 

Doch was lässt sich heute seriös über die kommende Abgasnorm sagen? Fakt ist, dass um die Ausgestaltung über viele Monate, vielleicht Jahre, hart gerungen werden wird. Ein offizielles Verbrenner-Verbot auf diesem Wegen ist unwahrscheinlich, vielmehr ist von einer Absenkung der Grenzwerte auszugehen. Fraglich ist dabei vor allem, ob den Autokonzernen neue Investitionen in deutlich weniger giftige Antriebe abverlangt werden sollen - was wiederum den Umstieg auf andere Technologien, wie E-Auto und Wasserstoffantrieb, beschleunigen dürfte. Gut ablesen lässt sich das an der aktuellen Ankündigung von Audi, künftig keine neuen Verbrennungsmotoren mehr zu entwickeln. Dabei wurden auch künftige Abgasnormen als Grund angeführt. Unter dem Strich läuft es also eher auf ein Endspiel für den Verbrenner hinaus, das jedoch eher durch den massiven Auftrieb der Elektromobilität als durch eine künftige Abgasnorm heraufbeschworen werden dürfte.

Mehr Infos: https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/12313-European-vehicle-emissions-standards-Euro-7-for-cars-vans-lorries-and-buses

08.04.2021: E-Bike im Steigflug: Plus 43 % in 2020

Die Zahl der verkauften E-Bikes stieg in 2020 deutlich stärker als der Verkauf klassischer Räder.

Nach jüngsten Angaben der Branchenverbände ZIV und VDZ hatten im vergangenen Jahr vor allem teure E-Bikes, die nicht in der Statistik des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden enthalten sind, den Absatz in die Höhe getrieben. Demnach wurden insgesamt 5,04 Millionen Räder in Deutschland verkauft (plus 16,9 Prozent), davon waren rund 1,95 Millionen E-Bikes. Während die Stückzahl der klassischen Fahrräder bei 3,1 Millionen nahezu stagnierte, erzielten die E-Bikes im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 43 Prozent. (Quelle: dpa)

06.04.2021: team red auf der DECOMM 2021!

Am 14. und 15. April 2021 findet die nächste Deutsche Konferenz für Mobilitätsmanagement 2021 (DECOMM) statt. Der Fokus der digitalen Tagung liegt diesmal auf dem Thema „Wohnen und Mobilität – Der Mobilitätswandel im Quartier“.

Mit dem Fokus von Mobilität im Quartier will die diesjährige DECOMM die Schnittstelle zwischen Wohnen und (nachhaltiger) Mobilität näher beleuchten: "Wohnen bestimmt die alltägliche Mobilität". Es hat sich gezeigt, dass mit maßgeschneiderten Mobilitätsangeboten, im Neubau sowie Bestand, ein Leben ohne Auto ermöglicht werden kann und die Lebensqualität im Quartier erhöht wird. Themen werden demnach sein, wie wohnungs- und quartiersbezogene Konzepte umgesetzt werden können, welche Wirkungseffekte erzielt werden und wie das Zusammenspiel der Akteure auf verschiedenen Ebenen funktioniert, von den Wohnungsgesellschaften über die Planer bis hin zur kommunalen Verwaltung. Veranstalter der DECOMM ist die Deutsche Plattform für Mobilitätsmanagement (DEPOMM e.V.) sowie das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und die Landeshauptstadt München. (Quelle: depomm-ev.de)

team red ist in allen Themen, vom Mobilitätsmanagement über die Mobilitätsforschung bis hin zu Mobilitätskonzepten für Wohngebiete auf der DECOMM 2021 vertreten. Hannes Schreier, Leiter des teams Mobilitätforschung bei team red, referiert dabei an Tag 1 zum Thema "Mobilitätsmanagement in der Stellplatzsatzung: Was es bringt und braucht. Das Beispiel Bremen". 

In paralell stattfindenden Foren zu vertiefenden Diskussionen einzelner Schwerpunktthemen sind drei weitere team red Expert:innen aktiv. In Forum 2 "Planen in privater und öffentlicher Perspektive" stellt Expertin Pia Blessing das Praxisbeispiel "Bezahlbares Wohnen mit weniger Pkw. Aktive Bauherrinnen und Bauherren für den neuen Münchner Stadtteil Meiller Gärten" vor. Forum 8 und 9 werden jeweils von Experte Tobias Kipp bzw. Dr. Johannes Theißen moderiert. Ersteres dreht sich dabei um Best Practive Beispiele in München: "Mobilitätskonzepte für neue Wohngebiete". Im von Dr. Theißen moderierten Forum 9 geht es dann um "Neue Mobilitätsangebote in Stadt und Region".

Bis zum 8. April 2021 ist eine Anmeldung noch möglich. Unsere team red Exper:tinnen freuen sich Sie in Ihren Sessions zu begrüßen und mit Ihnen zu diskutieren!

Zur Webseite der DECOMM 2021 (Anmeldung): https://depomm-ev.de/decomm/decomm-2021/

30.03.2021: Neue Studie: Emissionen und Luftqualität in europäischen Städten

Die Bewohner von Mailand staunten nicht schlecht, als sie zu Beginn der Corona-Pandemie die schneebedeckten Alpen auf einmal so klar wie sonst nie sehen konnten. Möglich wurde dies durch eine massive Senkung der Luftverschmutzung, die als Nebeneffekt der Lockdown-Maßnahmen und des drastisch reduzierten Verkehrs eintrat. Auch in den meisten anderen europäischen Städten war die Luft plötzlich viel sauberer. So fiel in Berlin die Belastung durch Stickstoffdioxid (NO2) aus dem Straßenverkehr um 39%. Paris erlebte gar eine Reduktion um 76%, und die Luft dort war so sauber wie seit 40 Jahren nicht. Vielen Menschen wurde schlagartig klar, dass saubere Luft kein ferner Hoffnungsschimmer sein muss und sie fragten sich, wie man diesen Zustand auch in normalen Zeiten erhalten kann. 

Unser Mitglied Jens Müller ging dieser Frage im Auftrag des europäischen Umweltverbands "Transport & Environment" nach und untersuchte gemeinsam mit der britischen Firma "Air Quality Consultants", wie mit einem Umstieg auf emissionsfreie Fahrzeuge sowie den Rad-, Fuß- und öffentlichen Verkehr entsprechende Verbesserungen der Luftqualität in sechs ausgewählten Städten - Berlin, London, Brüssel, Paris, Madrid und Budapest - erreicht werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Kombination dieser Maßnahmen schnelle Erfolge liefert. Würden in Berlin zehn Prozent des Autoverkehrs verlagert oder vermieden, die Busflotte elektrisiert und rund jeder vierte mit dem Auto gefahrene Kilometer auf emissionsfreie Antriebe umgestellt, wäre die Luft wieder so sauber wie während des ersten Lockdowns. Auch für die anderen Städte sind solche Lösungen verfügbar. 

Die gesamte Studie finden Sie hier: https://www.transportenvironment.org/news/clean-air-possible-without-lockdowns-new-study-shows

25.03.2021: cities.multimodal Projekt: Aus einer Vision wurden Fakten

Aus einer Vision wurden Fakten. Für 10 Städtepartner im Ostee-Raum ist die multimodale Stadt ein Stück mehr Wirklichkeit geworden. Im Projekt cities.multimodal Projekt wurde seit 2017 daran gearbeitet, eine Mobilität zu ermöglichen, die für Mensch und Umwelt gut ist. Doch was bedeutet eigentlich Multimodalität? Die team red-Illustratorin Soufeina Hamed hat sich im Rahmen des Projektes dieser Frage gewidmet, die Antwort, den multimodalen Tag, können Sie hier erleben: https://www.youtube.com/watch?v=5G13weOkzC4

23.03.2021: Integriertes Mobilitätskonzept für die Marktgemeinde Murnau

Mit der Präsentation im Gemeinderat war die erste Phase des Integrierten Mobilitätskonzeptes für die Staffelseegemeinde abgeschlossen. team red präsentierte die Ergebnisse der Bestandsaufnahme, des neuen Verkehrsmodells und der Leitlinien für die zukünftige Mobilitätsentwicklung, die gemeinsam mit lokalen Akteuren erarbeitet wurden. Darüber hinaus gab es erste Ausblicke auf Handlungsfelder für die zukünftigen Maßnahmen. Ein wesentliches Ergebnis war, dass die Anzahl an verfügbaren Pkw-Stellplätzen im Ortszentrum grundsätzlich gut ausreicht, diese aber insbesondere von den zahlreichen Gästen der Gemeinde nicht gefunden werden. Daher könnte in Zukunft ein Parkleitsystem helfen, die Verkehrsströme zu lenken und insbesondere die sensiblen Bereiche des Ortszentrums zu entlasten. Zudem wurde vom Gemeinderat beschlossen, dass im Rathaus auf zwei Jahre eine neue 50% - Stelle geschaffen werden soll, die auf der Basis der Bestandsaufnahme die Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen begleitet.

https://www.merkur.de/lokales/garmisch-partenkirchen/murnau-ort29105/neue-wege-in-sachen-mobilitaet-90247095.html

18.03.2021: Polen für Touristik-PR ausgezeichnet

Das Polnische Fremdenverkehrsamt, Kunde von team red seit 2008, wurde erneut in die Top Ten der Verkehrsbüros in Deutschland gewählt.

Polen kletterte im Vergleich zum Vorjahr von Platz neun auf Platz sechs. Bewertet haben deutsche Reisejournalist:innen und Blogger:innen die PR-Kompetenzen von nationalen und internationalen Fremdenverkehrsämtern nach Kategorien wie Gebietskenntnis, Beantwortung von Anfragen, Organisation und Kreativität. Die Auszeichnung ist auch ein Erfolg für unsere PR-Experten Klaus Klöppel und Olaf Matthei-Socha, die im 14. Jahr die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes unterstützen. Der Wettbewerb wird jedes Jahr vom SRT-Verlag ausgerichtet, der Handbücher für die Branche herausgibt.

Zur Website des Fremdenverkehrsamts: www.polen.travel

16.03.2021: ADFC-Fahrradklimatest 2020 mit Rekordteilnahme!

Radfahrer:innen sehen weiterhin Verbesserungsbedarf...

Mit einer Gesamtnote von 3,9 auf einer sechsstufigen Notenskala bleibt das Ergebnis des Fahrradklimatests 2020 auf dem niedrigen Niveau der letzten Ausgabe. Die Erhebung findet alle zwei Jahre im Aufrag des ADFC statt, seit 2014 ist team red Deutschland GmbH für die Durchführung verantwortlich. Im vergangenen Jahr nahmen insgesamt 230.000 Radfahrer:innen an der Umfrage teil, so viele wie noch nie. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte die Ergebnisse nun gemeinsam mit dem ADFC vor und zeichnete die 25 fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands aus. 

Das Ranking ist nach der Zahl der Einwohner:innen gestaffelt. Mit einer Gesamtwertung von 3,07 erreichte Karlsruhe den besten Wert unter den deutschen Großstädten. Besser schnitten nur Klein- und Mittelstädte wie Wettringen oder Baunatal ab. Einen Sonderpreis bekam Berlin für die besten Maßnahmen während der Corona-Pandemie. Die Teilnehmenden sollten insgesamt 27 Fragen rund um das Thema Fahrrad vor Ort beantworten. Dabei ging es um Aspekte wie Infrastruktur, Erreichbarkeiten und Sicherheit ebenso, wie auch um den Spaß- und Erlebnisfaktor. 

Die Ergebnisse zeigen, dass der negative Langzeittrend anhält. Besonders kritisch wurden die Aspekte Spaß, Sicherheitsgefühl, Konflikte mit Kfz sowie Breite und Oberfläche der Radwege beurteilt. So fühlen sich weiterhin mehr als zwei Drittel der Befragten nicht sicher beim Fahrradfahren. Ganze 80 % gaben an, dass die Radwege zu schmal seien und 75 % der Teilnehmer:innen beklagen sich über zugeparkte Radwege. Verbesserungen gab es vor allem bei den Großstädten über 500.000 Einwohner:innen. 

Die Ergebnisse gibt es als Übersicht und interaktive Karte auf der Homepage des Fahrradklimatests unter www.fahrradklima-test.adfc.de

15.03.2021: Feinuntersuchung Staatsstraße 2055: Zwischenbericht

Pandemie-bedingt wählt die oberbayerische Gemeinde Schondorf neue Wege zur Information. Die Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung werden als YouTube-Video auf der gemeindeeigenen Homepage veröffentlicht.

Die Zwischenergebnisse zur Feinuntersuchung der Staatsstraße 2055 der verkehrsgeplagten Ammerseegemeinde wurden als YouTube-Videos auf der gemeindeeigenen Homepage veröffentlicht. Hierzu gibt es jeweils ein Video des Gesamtprojektverantwortlichen Klaus Schulz vom Büro für Städtebau und Freiraum und eines von Claus Grimm (team red) zu den Umfrageergebnissen zu sehen.

https://www.schondorf-ammersee.de/bauen-wohnen/standard-titel/zwischenergebnis

https://youtu.be/oZAGt4Aijbg

 

Zudem hat die Gemeinde eine Kurzfassung der Befragungsergebnisse online gestellt. Link zum Download:

https://www.schondorf-ammersee.de/fileadmin/download_schondorf/ISEK/200923_BuergerInnenbefragung_Schondorf_Kurzfassung_200921.pdf

Foto: Gemeinde Schondorf

12.03.2021: Hildesheim: Befragung der Abokunden gestartet

Im Auftrag des Stadtverkehrs Hildesheim führt team red eine Befragung der Abo-Kunden durch. Inhalt der Befragung ist die Bewertung des aktuellen Angebotes und der 2017 geänderten Linienführungen.

An der Befragung teilnehmen können Abo-Kunden des SVHI. Diese erhalten ein persönliches Anschreiben mit einem individuellen Zugangscode. Die Befragung wird online durchgeführt und ist unter survey.team-red.net/hildesheim zu erreichen. Die Teilnahme ist bis Ostern 2021 möglich.

23.02.2021: Anregungen für den nächsten Urlaub

Ein neuer Reiseführer aus dem Baedeker-Verlag führt nach Wrocław (Breslau) und quer durch Schlesien. Autor ist Polen-Experte Klaus Klöppel, Leiter unseres Teams Tourismus & Mobilität.

Der neue Reiseführer aus der Reihe Baedeker Smart führt auf 230 Seiten durch die niederschlesische Metropole Wrocław sowie zu vielen weiteren touristischen Zielen in Nieder- und Oberschlesien. Wer den zahlreichen Ausflugstipps folgt, gelangt in wenigen Minuten vom afrikanischen Kontinent nach Japan, kommt in Kontakt mit allerlei winzigen Gestalten, die Breslau bevölkern, erlebt die Metropole auf, am und unter dem Wasser, lernt bedeutende Stätten des UNESCO-Welterbes kennen und kann sein Haupt in ehemaligen Hohenzollern-Residenzen fürstlich betten. Allerlei Anregungen also für die Zeit, wenn Reisen wieder möglich ist...

Mehr Infos: https://www.baedeker.com/reisefuehrer/

Oderufer mit Dominsel in Breslau. Foto: Klaus Klöppel

19.02.2021: Mobilitätskonzepte im Wohnungsbau: Evaluationsbericht veröffentlicht

Mehrere Städte gehen dazu über, bei der Errichtung neuer Wohngebäude geringere Stellplatzschlüssel zu genehmigen, wenn im Gegenzug Mobilitätskonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Das Stellplatzortsgesetz in Bremen sieht seit 2012 eine entsprechende Möglichkeit vor. Im Rahmen einer umfassenden Evaluation wurden die Wirkungen umgesetzter Maßnahmen 2020 evaluiert. Dabei konnte in der von team red durchgeführten Studie die Wirkung von Mobilitätskonzepten im Wohnungsbau bestätigt werden.

Im Vergleich zur befragten Kontrollgruppe liegt der Anteil an Pkw-freien Haushalten in den betrachteten Wohnobjekten um ca. 18 Prozentpunkte höher. Hingegen sind Zeitkarten für öffentliche Verkehrsmittel in Haushalten aus Objekten mit Mobilitätskonzept deutlich häufiger vorhanden als in Haushalten aus Objekten ohne Mobilitätskonzept.

Korrespondierend mit der geringeren Anzahl an im Haushalt verfügbaren Pkw zeigen sich auch deutliche Effekte auf die Verkehrsmittelnutzung. So können für die Haushalte mit Mobilitätskonzepten deutlich niedrigere Nutzungshäufigkeiten für mit dem Pkw zurückgelegte Wege sowie entsprechend höhere Frequenzen für mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV zurückgelegte Wege festgestellt werden. Die genannten Effekte sind statistisch abgesichert und belegen die Wirkung der evaluierten Mobilitätskonzepte.

Der veröffentlichte Bericht steht unter http://mf.team-red.de/index.php?id=143 zum Download bereit.

Foto: Michael Glotz-Richter

16.02.2021: Zusammenarbeit mit Polen geht ins 14. Jahr

Ein echter Dauerbrenner: Schon seit 2008 betreut team red kontinuierlich die Pressearbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes auf dem deutschen Markt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit geht jetzt ins 14. Jahr.

Deutschland ist für die polnische Reisebranche der wichtigste ausländische Quellmarkt und generiert mehr als ein Drittel aller ausländischen Gäste. Zwar leidet auch die polnische Tourismusbranche unter den Corona-Folgen. Von der Reisezurückhaltung der deutschen Gäste war Polen aber im vergangenen Jahr deutlich weniger betroffen als andere beliebte Auslandsziele. Das legen die jüngsten Zahlen der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen nahe. Während der Marktanteil von Spanien, der Türkei oder Kroatien im Corona-Jahr 2020 im Vergleich zu 2010 stark zurückging, konnte Polen seinen Anteil im 10-Jahres-Vergleich sogar von 1,3 auf 2,6 Prozent verdoppeln. Das Institut hatte 3.000 Bundesbürger:innen nach den Zielen ihrer Haupt-Urlaubsreise befragt. 

Neben der kurzen Anreise und den über viele Monate vergleichsweise geringen Infektionsraten dürften auch die Reisekosten ein Argument für Polen gewesen sein. Denn während die durchschnittlichen Reiseausgaben in Deutschland nach den Erhebungen des BAT-Instituts bei 99 Euro pro Person und Tag lagen und in anderen europäischen Reiseländern sogar noch deutlich darüber, betrugen sie in Polen nur 57 Euro.

In den kommenden zwölf Monaten werden die team red Experten Olaf Matthei-Socha und Klaus Klöppel weiter daran arbeiten, Polen als attraktives Reiseziel in Deutschland noch bekannter zu machen und über neue touristische Angebote informieren. Der Vertrag für die Unterstützung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Polnischen Fremdenverkehrsamtes wurde gerade um ein weiteres Jahr verlängert.

Zur Website des polnischen Fremdenverkehrsamts: https://www.polen.travel/de

Die Masurischen Seen gehören zu den beliebtesten Reisegebieten Polens. Foto: Klaus Klöppel

15.02.2021: Script zur Generierung von UBER h3 shp-Files (z.B. zur Erstellung von Stadtradeln Heatmaps)

Über das MOVEBIS-Projekt stehen im Rahmen der Stadtradeln-Kampagne geniertere Daten in Form von Fahrradheatmaps zur Verfügung (Link: https://www.mcloud.de/web/guest/suche/-/results/suche/relevance/MOVEBIS/0/detail/3096DB7A-9EE4-4C14-B2AA-79E33A7FFF01). Die Daten sind in der Aufllösungsstufe 12 des UBER-Hexagonssystems h3 aggregiert. Mit u.a. Script können die h3-Zellen mittels R als Shape-File generiert werden.

Script:

library(ggplot2)
library(h3jsr)
library(sf)

#path
path<-"D:/"

# read the shapefile of the polygon area you're interested in area
area

# projection
area


# get the unique h3 ids of the hexagons intersecting your polygon at a given resolution
area_res


# pass the h3 ids to return the hexagonal grid
hex_grid_res % h3_to_polygon(simple = FALSE)
points_grid_res % h3_to_point(simple = FALSE)


#write shp-files
st_write(hex_grid_res, paste0(path, "hex_res.shp"))
st_write(points_grid_res, paste0(path, "hex_res.shp"))

05.02.2021: Landeshauptstadt München hat ein Mobilitätsreferat gegründet

Bisher waren die Verantwortlichkeiten für Mobilitätsthemen über verschiedene Referate der Landeshauptstadt München verteilt. Seit dem 1.1.2021 sind alle Themen und Verantwortlichkeiten in einem neuen Mobilitätsreferat zusammengeführt. Die Stadt erhofft sich damit deutlich mehr Effizienz, kürzere Abstimmungswege und mehr Möglichkeiten, den notwendigen Wandel der Mobilität zu gestalten. Zu den Schwerpunkten soll u.a. die Umsetzung des Radentscheids, die Realisierung einer autoarmen Altstadt und der Ausbau des ÖPNV gehören. Es wird darüber hinaus eine intensive Zusammenarbeit mit der Region angestrebt, um insbesondere Lösungen für die Pendlerverkehre zu finden.

Weitere Informationen: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/mobilitaetsreferat/ueber-uns.html

03.02.2021: Neue Richtlinien zur Durchführung von Studien

Fachexpertise und Qualität sind für die team red Mobilitätsforschung elementarer und unverzichtbarer Bestandteil, um den Mobilitätswandel mit validen und verlässlichen Daten zu begleiten. Grundlage für die von team red durchgeführten Studien sind die verbindlich geltenden Branchen-Richtlinien. Diese sind eine wesentliche Säule der berufsständischen Verhaltensregeln und sichern damit unter anderem auch die wissenschaftliche Korrektheit und Qualität von Daten und Studien.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Branche und deren Digitalisierung sowie der geänderten Datenschutzbestimmungen, passen die Verbände mit der Überarbeitung die Branchen-Richtlinien an. Alle Richtlinen sind unter https://www.bvm.org/praxishilfen-qualitaet/standesregeln/ veröffentlicht.

02.02.2021: team red unterstützt die Planungen zur Technischen Universität Nürnberg

Der Freistaat Bayern plant südlich der Nürnberger Innenstadt die Neugründung einer Technischen Universität. Auf dem Gelände eines ehemaligen Rangierbahnhofs soll ein urbaner und lebendiger Campus für bis zu 6.000 Studierende entstehen. Für die Struktur- und Rahmenplanung wurden vier Teams ausgewählt, die Entwürfe und Ideen zur Gestaltung der Universität entwickeln sollen. team red unterstützt das Team unter Leitung des Stadtplanungsbüros ADEPT (Kopenhagen) und Studio Vulkan Landschaftsarchitekten (München) in den Themen Mobilität und Verkehr.

Weitere Informationen: https://www.nuernberg.de/internet/stadtportal/technische_universitaet_nuernberg.html

20.01.2021: Evaluation Busliniennetz Hildesheim

Der Stadtverkehr Hildesheim (SVHI) modifizierte 2017 das lokale Busliniennetz. Dabei wurden u. a. Hauptlinien geändert und geänderte Taktzeiten eingeführt.
In Zusammenarbeit mit INROS LACKNER evaluiert team red nun die durchgeführten Änderungen. Hierzu wird zunächst eine Befragung der Zeitkarteninhaber durchgeführt. Der Start der Befragung ist im ersten Quartal 2021 vorgesehen.

11.01.2021: Mobilitätskonzept Oberhavel 2040 vom Kreistag verabschiedet

Der Kreistag des Landkreises Oberhavel hat im November 2020 das Mobilitätskonzept Oberhavel 2040 verabschiedet, welches eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen zur Sicherstellung der Mobilität in allen Räumen des Kreises sowie zu Veränderungen des Mobilitätsverhaltens vorsieht. Neben der politischen Forderung nach dem Ausbau der SPNV-Verbindungen enthält das Konzept u.a. Empfehlungen zum Ausbau des ÖPNV, zum Bau von Radschnellwegen in Richtung Berlin und zum Ausbau der Wasserwege zur stärkeren wirtschaftlichen und touristischen Nutzung.

Mehr zum Mobilitätskonzept 2040: https://www.oberhavel.de/Politik-und-Verwaltung/Mobilit%C3%A4tskonzept-2040

08.01.2021: team red legt Konzept für Mobilstation Recklinghausen-Süd vor

Zum Ende des Jahres 2020 hat team red die Erstellung des Konzeptes für die Mobilstation Recklinghausen-Süd abgeschlossen. Am dortigen Bahnhof im Stadtteil Hochlarmark wird eine moderne Mobilstation errichtet, die am SPNV-Haltepunkt Verknüpfungen mit dem städtischen ÖPNV bietet sowie verschiedene Mobilitätsformen wie Car- und Bikesharing, Park & Ride anbietet und weitere Elemente wie Packstation, Kiosk etc. vorsieht.

08.01.2021: #betterbybike auch auf dem Land?

„StatusRad“ geht weiter: Die nächste Fahrrad-Projektwoche findet vom 22. bis 26. März 2021 an der Integrierten Gesamtschule Edemissen im niedersächsischen Landkreis Peine statt. Nachdem das Projekt coronabedingt seit März 2020 pausierte, können sich im Frühjahr 2021 - soweit es die Rahmenbedingungen dann zulassen - zum fünften Mal insgesamt 24 Schüler:innen der Frage widmen, ob ein eigenes Auto wirklich noch so ein prägendes Statussymbol ist und ob das Fahrrad das nicht auch kann. StatusRad wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert und von team red Deutschland durchgeführt.

Nach den Projektwochen 2019/2020 in Kassel und Berlin wirft das Projekt die Frage nach nachhaltiger Mobilität nun im ländlichen Umfeld auf. Als Samtgemeinde besteht Edemissen aus mehreren Ortsteilen, die durch Landstraßen verbunden sind. Der Erwerb des Führerscheins und das eigene Auto haben daher einen ganz anderen Stellenwert als bei Jugendlichen, die im städtischen Raum zwischen zu Fuß gehen, Fahrrad und gut getaktetem öffentlichen Nahverkehr und auch Fernverkehr wählen können. 

Mehr Infos zur Projektwoche und zum Projekt allgemein auf www.statusrad.bike

Weiterführende Links:
IGS Edemissen: https://www.igs-edemissen.de
Förderprogramm „Mobilität neu erfahren“: https://mobi38.de

06.01.2021: Klimafreundlich unterwegs in Potsdam-Mittelmark

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark vor den Toren Berlins bietet eine Vielzahl attraktiver touristischer Ziele, die sich bequem mit Bus und Bahn erreichen lassen. Das touristisch nutzbare ÖPNV-Angebot wurde in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. team red wurde vom Landkreis nun beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie dieses Angebot besser vermarktet werden kann. Ziel ist es, mehr Tages- und Urlaubsgäste, aber auch Bewohnende der Region zum Umsteigen auf klimafreundliche Mobilitätsangebote zu bewegen.

Kulturbuslinie rund um den Schwielowsee / Foto: Klaus Klöppel
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